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Genutzte
Pflanzenteile:
Der reife, getrocknete Samen.
Das daraus kalt gepresste fette Öl.
Hauptanbauländer: Kanada, Argentinien, China, Indien,
GUS ,USA, Ägypten
Anbauflächen
Zur Zeit keine Angaben.
Inhaltsstoffe
Leinsamen enthält 40-45 % fettes Öl, im Fettsäurespektrum
herrschen Linolen-, Linol-, und Ölsäure vor. Sie
sind von einer
Schicht von Schleimstoffen 3-6 % bedeckt, die bei Wasserzugabe
quellen. Schließlich enthalten sie 20-25 % Eiweiß.
Verwendung
Leinsamen wird verschiedenen Backwaren, zumeist geröstet
zugesetzt. Nach dem Erhitzen hat er einen leichten Röstgeschmack,
sonst besitzt er einen mild-öligen Geschmack. In der
Medizin findet er, wegen seines Schleimgehalts bei Katarrhen
des Magens und als mildes Abführmittel Verwendung. Leinöl
kann nicht direkt für die menschliche Ernährung
verwendet werden, aber für technische Zwecke, wie Lacke,
Farben etc. Der Leinkuchen kann an alle
Nutztiere verfüttert werden.
Sortenbeispiele:
| Braunsamige
Sorten: |
Gelbsamige
Sorten: |
| Frankreich: Antares,
Atalante |
Deutschland: Hella,
Maxigold, Gold Merchant, |
| Großbritannien:
McGregor |
Ungarn:
Hungarian Gold |
| Deutschland: Ceres,
Lifete, Lirina, Martin |
USA: Omega |
|
Ungarn: Barbara, Sandra |
|
| Dänemark: Olinette |
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In Kanada zugelassene Ölleinsorten
|
Braunsamige Sorten |
Jahr der Zulassung |
Reife |
Ölgehalt |
Qualität |
| AC Emerson |
1994 |
Mittel |
Mittel |
Sehr hoch |
| AC Linora |
1991 |
Mittelspät |
Hoch |
Hoch |
| AC McDuff |
1993 |
Spät |
Sehr hoch |
Mittel |
| CDC Normandy |
1995 |
Mittel |
Mittel |
Mittel |
| Flanders |
1989 |
Mittelspät |
Hoch |
Mittelhoch |
| Linott |
1966 |
Mittelfrüh |
Mittel |
Mittel |
| McGregor |
1981 |
Spät |
Mittel |
Mittel |
| Norman |
1984 |
Mittel |
Hoch |
Niedrig |
| Somme |
1989 |
Mittel |
Mittel |
Hoch |
| Vimy |
1986 |
Mittel |
Hoch |
Mittelhoch |
|
Gelbsamige Sorten |
Jahr der Zulassung |
Reife |
Ölgehalt |
Qualität |
| Linola 947 |
1993 |
Spät |
Hoch |
- |
| Linola 989 |
1986 |
Mittelspät |
Mittel |
- |
In Österreich angeboten
(von Saatbau Linz)
True Blue: früh bis mittelreif, kurzstrohig,
hoher Ölgehalt
Düngung (kg/ha)
Stickstoff
N |
Phosphat
P2O5 |
Kali
K2O |
Kalk
(CaO) |
Org.
Düngung |
| 0 - 40 |
50 |
60 |
Zur Vorfrucht |
Zur Vorfrucht |
Anbau:
| Anbautermin |
1000
Kornmasse g |
Reihenweite |
Saattiefe |
Pflanzen/m² |
Saatstärke |
| Ende III
- Anf IV |
5 - 7 -
12 |
12-20 cm |
1,5-2 cm |
400-800 |
35-70 kg |
Unkrautbekämpfung
Mechanische Unkrautbekämpfung mit einem Hackstriegel
ab einer Wuchshöhe von 3 - 5 cm. Ab einer Wuchshöhe
des Leins von 3 cm kann Bentazon (in Österreich zugelassen)
eingesetzt werden, gegen Ungräser Sethoxidim.
Schädlinge und Krankheiten
Im Keimblattstadium machen sich Erdflöhe durch
typischen Lochfraß bemerkbar. Ab einer Wuchshöhe
von ca. 15 cm kann Thrips auftreten, der Verdrehungen und
Stauchungen an der Triebspitze verursacht. In Westeuropa
ist die Flachswelke gefürchtet, die entweder schon
die Keimpflanzen schädigt, oder bei größeren
Pflanzen ein Vergilben und Absterben bewirkt. Weniger gefährliche
Krankheiten: Flachsbräune, Stengeldürre und Flachsrost.
Ernte und Ertrag
Die Ernte erfolgt etwa Mitte August, sobald die Samen
braun gefärbt sind und in der Kapsel rascheln und der
Stengel bereits etwas, aber nicht gänzlich eingetrocknet
ist. Wegen der zähen Leinfasern ist auf scharfe Mähmesser
zu achten. Die Kornfeuchte sollte 8 - 13 % betragen,
für die Lagerung maximal 9%. Erträge von durchschnittlich
1 300 kg/ha sind realistisch, Spitzenerträge bis 2
500 kg/ha möglich. Bei durchschnittlich 42 % Fett sind
Ölerträge von 500-600 kg/ha zu erzielen.
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