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Die
Verungrasung in Ackerbaukulturen hat in den zurückliegenden
Jahren zugenommen, obwohl regelmäßige Ungrasbekämpfungsmaßnahmen
heute zum Standard der Produktionstechnik in der jeweiligen
Kultur gehören. Die Ursachen hierfür sind primär
in betriebswirtschaftlich bedingten Veränderungen der
Anbauverfahren der Ackerbaukulturen zu suchen.
Die zeitweise Herausnahme von Anbauflächen aus der Produktion
führt je nach Management der Stilllegungsflächen
bei Selbstbegrünungen zu einem verstärkten Aufkommen
einjähriger Ungräser und von Ausfallgetreide, aber
auch ausdauernder Ungräser wie der Quecke. Wird die Fläche
mit Kulturgräsern begrünt, so steht nach der Rekultivierung
in der Folgekultur die Bekämpfung der Eingrünungsgräser,
z. B. von Weidelgräsern, an.
Einseitige Getreidefruchtfolgen mit verstärktem Wintergetreideanbau,
wie er in den zurückliegeden Jahren vorrangig durch Ausweitung
der Winterweizenanbaufläche stattgefunden hat, erhöhen
den Besatz mit Ackerfuchsschwanz und Windhalm, einseitige
Sommerungsfruchtfolgen verstärken dagegen das Flughaferaufkommen.
Der Trend zur pfluglosen Bodenbearbeitung und zum Verzicht
auf tief wendende Bodenbearbeitung erhöht den Besatz
mit einjährigen Ungräsern ebenso wie den mit Quecken.
Weil die Ungrassamen oder auch Rhizome nicht mehr tief vergraben
werden, kommt es zu einer Anreicherung der entsprechenden
Vermehrungsorgane in den oberen Bodenschichten, die hier optimale
Bedingungen für Samenkeimung und Austrieb finden. Ungrasarten
wie Trespen, die aus noch größeren Tiefen auskeimen
können, finden ideale Keimvoraussetzungen, da ihre Samen
nicht mehr tief genug vergraben werden.
Frühe Aussaattermine, wie sie regional bei Wintergetreide,
speziell Winterweizen, vorgenommen werden, begünstigen
die Entwicklung der im Herbst auflaufenden Ungräser Ackerfuchsschwanz
und Windhalm. Ebenso wie das botanisch verwandte Getreide
durch einseitige N-Düngung in der Ausbildung der Ertragsanlagen,
z. B. der Triebzahl, gefördert wird, erfolgt dies auch
bei den Ungräsern.
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